07 Mai 2024

Umweltschutz: Lärmschutz

Lärmschutz ist ein wichtiger Bestandteil des Arbeits- und Umweltschutzes. Er soll vor körperlichen, seelischen Schäden wie erhöhter Blutdruck, Stressgefühl, Unkonzentriertheit, erhöhte Herzschlagfrequenz, Nervosität, Gereiztheit schützen.


Definition und Ursachen von Lärm

Lärm wird als Schall oder Geräusch definiert, das in einer störenden, belästigenden oder sogar schmerzhaften Form als physikalische Belastung auf den Menschen einwirkt. Diese Einwirkung kann zu gesundheitlichen Schäden führen. Grundsätzlich lassen sich zwei Hauptquellen unterscheiden. Der Arbeitslärm entsteht durch stationäre oder ortsbewegliche Maschinen, Arbeitsgeräte und weitere technische Einrichtungen. Im Gegensatz dazu umfasst der Verkehrslärm alle Schallemissionen, die durch den Straßenverkehr mit Kraftfahrzeugen, Schienenfahrzeuge, Schiffe sowie Luftfahrzeuge verursacht werden.

Strategien zur Lärmminderung

Um die Belastung für den Einzelnen und die Umwelt zu reduzieren, können verschiedene Maßnahmen ergriffen werden. Technische Maßnahmen setzen direkt an der Räumlichkeit an, indem beispielsweise ein Arbeitsplatz verlegt wird. Organisatorische Maßnahmen zielen auf die zeitliche Gestaltung ab, wie etwa die Verlegung von lärmintensiven Arbeiten in weniger sensible Zeiträume. Zusätzlich gibt es den persönlichen Schallschutz, zu dem unter anderem das Tragen von Gehörschutz gehört.

Zum Lärmschutz im Betrieb können folgende Maßnahmen getroffen werden:

- Schalschutz an Maschinen / Anlagen
- Ersatz der Altmaschinen
- Räumliche Konzentration der Lärmquellen
- Anwendung geräuschärmer Verfahren
- Zeitliche Konzentration der Lärmarbeiten
- Anwendung des Gehörschutzes
- Vergrößerung des Abstandes zu den Lärmquellen

Kategorisierung der Lärmstufen

Die Intensität von Schall wird in verschiedene Stufen unterteilt, die jeweils unterschiedliche Reaktionen im menschlichen Körper auslösen.
  1. In der ersten Stufe bei einer Belastung von 30 bis 65 Dezibel treten vor allem psychische Reaktionen auf. Dazu gehören Einschlaf- und Schlafstörungen sowie eine erschwerte Kommunikation.
  2. Die zweite Stufe umfasst den Bereich von 65 bis 90 Dezibel und löst sowohl psychische als auch physische Reaktionen aus.
  3. Bei der dritten Stufe zwischen 90 und 120 Dezibel verstärken sich die psychischen und vegetativen Reaktionen deutlich, zudem ist eine Schädigung des Gehörs möglich.
  4. Die vierte Stufe beginnt bei mehr als 120 Dezibel. Hier erfolgt eine unmittelbare Einwirkung durch die Haut auf die Nervenzellen, und es besteht die Gefahr einer ständigen Schädigung des Gehörs.

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