28 April 2024

Zusammenarbeit im Betrieb: Gruppen

Die Führungskräfte werden sehr oft mit den gruppenspezifischen Phänomenen konfrontiert.  Daher ist es wichtig Kenntnisse über die Gruppen und Gruppendynamik zu haben.


In der Sozialpsychologie und Soziologie wird eine Gruppe als ein Zusammenschluss von Menschen definiert, die aufgrund von bestimmten Gemeinsamkeiten zusammengehören. Diese Personen bilden eine Gemeinschaft oder einen Kreis, der durch gemeinsame Interessen oder das Verfolgen gleicher Ziele charakterisiert ist. Eine wesentliche Voraussetzung für die Entstehung einer solchen Einheit ist das Bewusstsein der Mitglieder, eine zusammengehörige Gruppe zu bilden.

Damit eine Ansammlung von Menschen tatsächlich als Gruppe im fachlichen Sinne gilt, müssen verschiedene Merkmale erfüllt sein. Ein grundlegendes Kriterium ist die Personenzahl. Eine Gruppe besteht aus mindestens drei Personen. Handelt es sich um eine überschaubare Anzahl von Mitgliedern, spricht man von einer Kleingruppe, die üblicherweise bis zu acht Personen umfasst. In diesem Rahmen ist es den Mitgliedern möglich, direkt miteinander zu kommunizieren und in Interaktion zu treten. Dabei beeinflussen sich die Beteiligten gegenseitig in ihrem Denken und Handeln.

Im Laufe der Zeit entwickeln sich innerhalb einer Gruppe gemeinsame Werte und Normen, die das Verhalten der Mitglieder untereinander regeln. Diese sozialen Übereinkünfte führen zur Herausbildung einer Gruppenstruktur und einer spezifischen Gruppendynamik. Ein entscheidender Faktor für die Stabilität dieses sozialen Gefüges ist die psychologische Ebene. Dazu gehören ein ausgeprägtes Zusammengehörigkeitsgefühl, ein kollektives Gruppenbewusstsein sowie eine gemeinsame Gruppenidentität, die das Wir-Gefühl der Gemeinschaft stärkt. Diese können positive sowie negative Folgen haben.

Eine der möglichen negativen Situationen passiert, wenn „fremde“ Mitarbeiter in einer bestehenden Arbeitsgruppe eingesetzt werden. Beispielweise können die Mitarbeiter von den Zeitarbeitsfirmen sich von Arbeitsgruppen ausgegrenzt und nicht dazugehörig fühlen.

Dagegen können die Führungskräfte einiges unternehmen:
1. Gespräch mit solchen Kollegen im Vorfeld führen, deren Probleme ernst nehmen, sie/ ihre Arbeit wertschätzen.
2. Mögliche Festeinstellung bei Geschäftsleitung/Vorgesetzten prüfen.
3. Anschließend möglichst gesamtes Team einbeziehen, mögliche Ursachen erfra­gen.
4. Freizeitunternehmungen für gesamtes Team organisieren, um sich besser ken­nenzulernen.
5. Solche Kollegen in alle organisatorischen/arbeitstechnischen Abläufe mit einbe­ziehen.

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