28 April 2024

Zusammenarbeit im Betrieb: Gesprächsführung

Effektive Kommunikation zwischen Führungskraft und Teammitglied bildet das Fundament für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und nachhaltige Arbeitsergebnisse. Ein strukturierter und wertschätzender Ansatz bei Mitarbeitergesprächen ist für Führungskräfte entscheidend, um die Motivation zu fördern und gemeinsame Ziele effizient zu erreichen.


Die zwei wichtigsten Grundlagen der Gesprächsführung sind das Verstehen (im Sinne der Ausschließung der Missverständnisse) und das Führen des Dialogs.

Prinzipien der Gesprächsführung

Eine erfolgreiche Gesprächsführung zeichnet sich primär durch eine konsequente Zielorientierung aus. Dabei ist es wichtig, sich während des gesamten Austauschs auf das eigentliche Thema zu konzentrieren und keine thematischen Abweichungen zuzulassen. Um den Überblick zu behalten, sollte das Gespräch klar strukturiert sein. Dies bedeutet, dass wesentliche Punkte nacheinander besprochen werden und Zwischenergebnisse regelmäßig zusammengefasst werden, wobei auch das Gegenüber aktiv in diese Zusammenfassungen einbezogen werden kann.

Ein qualitativ hochwertiges Gespräch findet stets in Dialogform statt. Dies wird erreicht, indem dem Mitarbeiter ausreichend Gelegenheit zur freien Äußerung gegeben wird. Durch den Einsatz offener Fragen kann die Führungskraft das Gegenüber aktiv dazu anregen, weitere Aspekte und eigene Sichtweisen einzubringen. Ein wesentlicher Faktor für die Glaubwürdigkeit ist zudem die Kongruenz. Eine Führungskraft wirkt dann authentisch, wenn sie sich als Person einbringt und offen über eigene Gefühle sowie Einstellungen spricht. Abgerundet wird die Gesprächsführung durch eine durchgehend positive Grundhaltung, die sich in einer freundlichen Eröffnung, einem konstruktiven Verlauf und einem wertschätzenden Gesprächsabschluss zeigt.

Angemessene Umgangsformen

Die Qualität eines Gesprächs hängt maßgeblich von den gelebten Umgangsformen ab. Grundpfeiler jeder Interaktion sind Respekt, Wertschätzung und Achtsamkeit gegenüber den Meinungen und Motiven des Gesprächspartners. Eine empathische Haltung, bei der man versucht, sich in die Lage des anderen zu versetzen, fördert das gegenseitige Verständnis.

In der praktischen Durchführung ist es unerlässlich, den Gesprächspartner nicht zu unterbrechen und ihn stets ausreden zu lassen. Aktives und aufmerksames Zuhören signalisiert dem Mitarbeiter, dass sein Beitrag ernst genommen wird. Um eine Manipulation des Gesprächs zu vermeiden und eine ehrliche Antwort zu erhalten, sollte auf rhetorische Fragen sowie Suggestivfragen vollständig verzichtet werden.

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