28 April 2024

Zusammenarbeit im Betrieb: Delegierung und Mitarbeiter

Die wichtigsten Voraussetzungen für das Delegieren der Aufgaben ist die Bereitschaft der Mitarbeiter, die Handlungsverantwortung zur übernehmen und kompetent handeln zu können.


Delegation ist ein zentrales Instrument der Führung, das jedoch nur unter bestimmten Bedingungen erfolgreich funktioniert. Damit Aufgaben wirksam übertragen werden können, müssen aufseiten der Mitarbeiter spezifische Voraussetzungen erfüllt sein. Eine wesentliche Grundlage ist die Bereitschaft, Verantwortung für die übertragenen Tätigkeiten zu übernehmen. Dies setzt voraus, dass die Person über die notwendige Kompetenz im jeweiligen Aufgabenbereich verfügt. Neben dem rein fachlichen Können ist die Fähigkeit entscheidend, innerhalb des gesteckten Rahmens selbstständig zu handeln und eigene Entscheidungen zu treffen.

Ein funktionierender Delegationsprozess erfordert zudem einen kontinuierlichen Informationsfluss. Mitarbeiter müssen bereit sein, ihren Vorgesetzten regelmäßig Rückmeldungen zu geben und relevante Informationen aktiv zu liefern. Dazu gehört auch ein transparenter Umgang mit Schwierigkeiten. Wenn Fehler auftreten oder Probleme den Fortschritt behindern, liegt es in der Verantwortung des Mitarbeiters, sich an die Führungskraft zu wenden und gezielt um Hilfestellung zu bitten.

Trotz klarer Rahmenbedingungen kann es zu negativen Reaktionen bei der Aufgabenübertragung kommen. Diese äußern sich häufig in zwei Formen: der direkten Ablehnung der Aufgabenübergabe oder der sogenannten Rückdelegierung. Wenn ein Mitarbeiter eine Aufgabe ablehnt, sollte die Führungskraft darauf verzichten, künstlichen Druck zu erzeugen. Stattdessen ist es wichtig, die Situation in einem persönlichen Gespräch zu klären. Mögliche Lösungsansätze sind hier das Angebot von Schulungen oder Fortbildungen sowie der Versuch, zunächst kleinere, überschaubare Aufgaben zu übertragen.

Bei der Rückdelegierung versucht der Mitarbeiter, die Verantwortung für eine bereits übernommene Aufgabe wieder an den Vorgesetzten zurückzugeben. In diesem Fall ist es für die Führungskraft ratsam, das eigene Handeln kritisch zu hinterfragen und ebenfalls das persönliche Gespräch zu suchen. Ziel sollte es sein, die Lösung nicht allein vorzugeben, sondern gemeinsam mit dem Mitarbeiter nach einem Weg zu suchen, wie die Aufgabe erfolgreich bewältigt werden kann.

Die ablehnenden Reaktionen der Mitarbeiter liegen jedoch sehr oft aufseiten der Führungskraft. Beispielweise Mitarbeiter kann versuchen, die bereits delegierten Aufgeben zurückzugeben (Rückdelegierung) , weil
- ihm die Befugnisse fehlen, und er muss immer wieder beim Vorgesetzten nach Erlaubnis fragen,
- die Aufgabenstellung unklar war, und muss ständig nachfragen,
- der Vorgesetzter permanent helfen möchte, und der Mitarbeiter kann nicht selbstständig arbeiten, - der Vorgesetzter die Ausführung der delegierten Aufgabe überwacht, und der Mitarbeiter kann nicht unbeaufsichtigt handeln.

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