Ein wesentlicher psychologischer Aspekt ist der Umgang mit Macht und Kontrolle. Eine kompetente Führungskraft darf keine Angst vor einem möglichen Autoritäts- oder Kontrollverlust haben. Stattdessen ist ein tiefes Vertrauen in die Belegschaft sowie eine ausgeprägte Fehlerakzeptanz notwendig, da Delegation auch den Raum für eigenständige Lösungswege eröffnet. Parallel dazu müssen klare Formen der Kontrolle definiert werden, etwa durch regelmäßige Statusberichte, um den Überblick zu behalten, ohne die Eigenverantwortung zu ersticken.
Zur Unterstützung der Mitarbeitenden gehört es zudem, Interesse am Fortschritt zu zeigen und sich nach Zwischenständen zu erkundigen. Dabei ist es wichtig, dass eine Rückdelegation, also das Zurückgeben der Aufgabe an die Führungskraft, nur bei wirklich gravierenden Problemen stattfindet.
Trotz dieser Leitlinien können im Prozess der Delegation Fehler auftreten. Ein häufiges Problem ist die Zuweisung von Aufgaben an ungeeignete Personen, die entweder nicht über die nötigen Fähigkeiten verfügen oder nicht bereit sind, die Verantwortung zu übernehmen. Auch eine mangelnde Vorbereitung oder ein gänzlicher Verzicht auf Kontrollmechanismen gefährdet das Ergebnis.
Problematisch wird es zudem, wenn die Führungskraft willkürlich in bereits übertragene Aufgaben eingreift oder diese ohne sachliche Begründung plötzlich wieder zurücknimmt. Eine fehlerhafte Strukturierung zeigt sich oft darin, dass unzusammenhängende Einzelaufgaben delegiert werden, anstatt ein stimmiges Gesamtpaket zu schnüren. Letztlich führt sowohl eine Unterforderung als auch eine Überforderung der Mitarbeitenden dazu, dass das Ziel der Delegation verfehlt wird und die Motivation sowie die Arbeitsqualität sinken.
Wichtig!!! Die Führungskraft darf keinerlei die unangenehmen oder nicht delegierbaren Aufgaben übertragen (>>>hier mehr lernen>>>)

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