26 April 2024

Betriebswirtschaft: Finanzierung

Das Ziel der Finanzierung besteht darin, das wirtschaftliche Fundament eines Unternehmens zu festigen und dessen Handlungsfähigkeit dauerhaft zu erhalten. Abhängig davon, ob das Kapital aus dem oder nicht aus betrieblichen Leistungserstellungsprozess kommt, werden Finanzierungsformen unterschieden. Innenfinanzierung bezieht sich auf Kapital, das durch das Unternehmen selbst erwirtschaftet wird, während Außenfinanzierung Kapital von externen Quellen beschafft.


Die Finanzierung umfasst die Beschaffung und Verwaltung von Kapital (die notwendigen finanziellen Mittel), um die betrieblichen Aktivitäten (Beschaffung, Produktion, Vertrieb Verwaltung) zu finanzieren. Dabei stehen verschiedene Kernaspekte im Fokus, die in einem ständigen Spannungsverhältnis zueinander stehen können. 

Rentabilität und Liquidität

Ein zentraler Punkt ist die Liquidität, welche die Fähigkeit beschreibt, sämtliche Zahlungsverpflichtungen jederzeit fristgerecht zu erfüllen. Nur wer über ausreichend flüssige Mittel verfügt, kann Investitionen tätigen und den laufenden Betrieb sichern. Parallel dazu strebt die Rentabilität nach einer Steigerung der Wirtschaftlichkeit, um Gewinne zu erzielen und den Gesamtwert des Unternehmens langfristig zu erhöhen.

Es ist wichtig zu beachten, dass diese Ziele sich oft gegenseitig beeinflussen und in Konflikt stehen können. So kann beispielsweise eine hohe Rentabilität mit einer geringeren Liquidität einhergehen, wenn viel Kapital langfristig gebunden wird. Daher muss ein Unternehmen eine Finanzierungsstrategie wählen, die einen guten Kompromiss zwischen diesen Zielen bietet.

Finanzielle Ausgewogenheit und Risikovorsorge

Neben dem Streben nach Gewinn spielt die Stabilität eine wesentliche Rolle. Hierbei geht es vor allem um die Wahrung des finanziellen Gleichgewichts, um beispielsweise die Abhängigkeit von externen Geldgebern zu minimieren und die Aufnahme kostspieliger Kredite zu vermeiden. Ergänzt wird dies durch das Ziel der Sicherheit. Unternehmen müssen sich aktiv vor finanziellen Risiken schützen, um Zahlungsausfälle oder eine drohende Insolvenz frühzeitig abzuwenden und den Bestand des Betriebs nicht zu gefährden.

Wege der Mittelbeschaffung von Außen

Wenn ein Unternehmen Kapital von externen Quellen benötigt, spricht man von der Außenfinanzierung. Diese lässt sich in zwei wesentliche Formen unterteilen. Bei der Kreditfinanzierung handelt es sich um eine Form der Fremdfinanzierung, bei der das Kapital durch die Aufnahme von Darlehen bereitgestellt wird. Im Gegensatz dazu steht die Einlagen- beziehungsweise Beteiligungsfinanzierung. Hierbei wird das Eigenkapital gestärkt, indem entweder neue Gesellschafter in das Unternehmen aufgenommen werden oder die bestehenden Anteilseigner ihre bisherigen Kapitalanlagen erhöhen.

Mechanismen der internen Kapitalgenerierung

Die Innenfinanzierung nutzt hingegen Mittel, die direkt aus dem operativen Prozess des Unternehmens stammen. Ein wichtiger Aspekt ist hier der Vermögenszuwachs, der beispielsweise durch einbehaltene Gewinne, die Bildung von Pensionsrückstellungen oder durch Abschreibungen entsteht. Eine weitere Möglichkeit bietet die Vermögensumschichtung. In diesem Fall werden materielle oder immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens veräußert oder umgewandelt, um sie in eine liquide Form zu überführen und somit für neue Vorhaben nutzbar zu machen.

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