26 April 2024

Betriebswirtschaft: Externes Rechnungswesen und Bilanzänderungen

Bilanzänderungen beschreiben, wie Geschäftsvorfälle die Bilanz eines Unternehmens beeinflussen, und lassen sich in vier Hauptarten einteilen.

Diese Änderungen entstehen durch buchhalterische Vorgänge, die entweder die Bilanzsumme verändern (Mehrung oder Minderung) oder bei gleichbleibender Bilanzsumme nur die Zusammensetzung der Vermögens- oder Kapitalstruktur beeinflussen


In der Buchführung führen Geschäftsvorfälle zu verschiedenen Arten von Veränderungen in der Bilanz. Diese lassen sich in vier grundlegende Kategorien unterteilen, je nachdem, welche Seiten der Bilanz betroffen sind und wie sich die Bilanzsumme entwickelt. Ich werde den Lernprozess mit begleitenden Fragen unterstützen.

Arten der Bilanzveränderungen

Beim Aktivtausch verändert sich lediglich die Zusammensetzung der Vermögenswerte auf der Aktivseite. Ein Posten nimmt an Wert zu, während ein anderer um den gleichen Betrag abnimmt. Ein Beispiel hierfür ist der Kauf einer Maschine gegen Banküberweisung. Da nur die linke Seite der Bilanz betroffen ist, bleibt die Bilanzsumme insgesamt unverändert.

Im Gegensatz dazu betrifft der Passivtausch ausschließlich die Passivseite der Bilanz, also das Eigenkapital oder die Verbindlichkeiten. Hier erhöht sich ein Passivposten, während ein anderer sinkt. Dies geschieht beispielsweise, wenn eine kurzfristige Verbindlichkeit aus einer Rechnung durch die Aufnahme eines langfristigen Darlehens beglichen wird. Auch hier bleibt die Bilanzsumme gleich.

Bilanzverlängerung und Bilanzverkürzung

Die Aktiv Passiv Mehrung führt zu einer Erhöhung der Bilanzsumme. Dabei nehmen sowohl ein Posten auf der Aktivseite als auch ein Posten auf der Passivseite wertmäßig zu. Typisch hierfür ist der Kauf von Rohstoffen auf Ziel, wodurch die Vorräte im Vermögen steigen und gleichzeitig die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten zunehmen.

Bei der Aktiv Passiv Minderung verringern sich hingegen zwei Positionen gleichzeitig, jeweils eine auf der Aktiv und eine auf der Passivseite. Ein klassischer Fall ist das Bezahlen einer offenen Rechnung per Banküberweisung. Das Bankguthaben sinkt und die Schulden gegenüber dem Lieferanten nehmen ab, wodurch die Bilanzsumme insgesamt sinkt.

Erfassung der Bestände durch Inventur

Um die Korrektheit der Bilanz sicherzustellen, ist eine regelmäßige Bestandsaufnahme erforderlich. Dieser Prozess wird als Inventur bezeichnet. Dabei werden zu einem bestimmten Zeitpunkt alle Vermögensgegenstände und Schulden mengen und wertmäßig erfasst. Das Ziel ist eine lückenlose und korrekte Dokumentation aller Bestände des Unternehmens zum Bilanzstichtag.

Dokumentation im Inventar

Das Ergebnis dieser Bestandsaufnahme wird in einem detaillierten Verzeichnis festgehalten, dem Inventar. Im Gegensatz zur zusammengefassten Bilanz enthält das Inventar eine ausführliche Auflistung aller einzelnen Posten mit Angaben zu Art, Menge und Einzelwert. Damit bildet das Inventar die wesentliche Grundlage für die spätere Erstellung der Bilanz.

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