26 April 2024

Betriebswirtschaft: Aufbauorganisation und Ablauforganisation

Das Verständnis der Unternehmensorganisation bildet das Fundament für effiziente Wirtschaftsprozesse. Dabei lässt sich die Organisation grundsätzlich in zwei komplementäre Bereiche unterteilen, die gemeinsam die Struktur und das Handeln innerhalb eines Betriebes definieren.

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Die Aufbauorganisation (Strukturorganisation) bezieht sich auf die, die Hierarchieebenen und die Bildung von Abteilungen und Stellen. Es werden Aufgaben und Kompetenzen zugeordnet.

Die Ablauforganisation (Prozessorganisation), auch bekannt als funktionale Organisation, beschäftigt sich mit der effizienten und effektiven Gestaltung von Arbeitsprozessen innerhalb einer Organisation, unter Berücksichtigung von Zeit, Raum, Sachmitteln und Personen.

Grundlagen der Aufbauorganisation

Die Aufbauorganisation bildet das statische Gerüst eines Unternehmens. Ihr primäres Ziel ist die Schaffung einer klaren Hierarchiestruktur, in der Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt sind. Sie legt fest, wer wem gegenüber weisungsgebunden ist und welche Aufgaben in welchen Abteilungen gebündelt werden. Als zentrale Hilfsmittel dienen hierbei das Organigramm zur Visualisierung der Hierarchie sowie detaillierte Stellenbeschreibungen und Arbeitsanweisungen.

Maßnahmen zur Optimierung der Unternehmensstruktur

Um die Effizienz in der Aufbauorganisation zu steigern, stehen verschiedene strategische Optionen zur Verfügung. Unternehmen können Funktionen auslagern oder Bereiche ins Ausland verlegen. Auch die Kooperation mit anderen Betrieben oder der Zukauf ganzer Firmen sind gängige Methoden. Oftmals führt der Weg zur Effizienz jedoch über interne Anpassungen wie den Abbau von Hierarchieebenen, um Dienstwege zu verkürzen. Auch die Veräußerung von Anteilen oder ein gezielter Personalabbau können zur Kostenreduzierung beitragen.

Dynamik in der Ablauforganisation

Im Gegensatz zur statischen Struktur befasst sich die Ablauforganisation mit den dynamischen Prozessen. Hier stehen die Reihenfolge, der Ort und der zeitliche Aspekt der Tätigkeiten im Fokus. Das Ziel ist eine reibungslose Erfüllung der Aufgaben durch die Optimierung der Arbeitsabläufe. Um diese Prozesse zu planen und zu steuern, kommen Werkzeuge wie Ablaufdiagramme, Netzpläne und spezifische Arbeitsanweisungen zum Einsatz.

Effizienzsteigerung in betrieblichen Prozessen

Die Prozessoptimierung zielt darauf ab, Verschwendung zu vermeiden und Durchlaufzeiten zu minimieren. Dies geschieht durch Rationalisierung, Automatisierung und moderne Verkettungskonzepte. Ein wesentlicher Hebel ist die Materialflussoptimierung, bei der Rüstzeiten, Transportwege sowie Liege- und Wartezeiten verkürzt werden. Eine präzise Planung sorgt zudem dafür, dass Doppelarbeit vermieden wird und das Produktcontrolling die Qualität der Abläufe sicherstellt.
Organigramm Stellenbeschreibung Arbeitsanweisung Netzplan Ablaufdiagramm

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