03 Mai 2024

Effiziente Kommunikation

In Sicherheitsberufen ist Kommunikation weit mehr als nur ein Mittel zum Zweck – sie ist ein zentrales Werkzeug zur Gefahrenabwehr und Lagebewältigung. Da Sicherheitsmitarbeiter oft als Schnittstelle zwischen Technik, Mensch und Organisation agieren, entscheidet die Qualität des Informationsaustausches häufig über den Erfolg eines Einsatzes.


Im Sicherheitskontext erfüllt die Kommunikation drei fundamentale Funktionen:
  1. Prävention und Deeskalation: Durch den gezielten Einsatz von Worten (verbal) und Körpersprache (non-verbal) können Konflikte frühzeitig erkannt und entschärft werden, bevor sie physisch eskalieren.
  2. Informationsfluss und Koordination: Sicherheitsrelevante Ereignisse müssen präzise und zeitnah an Leitstellen, Kollegen oder Behörden gemeldet werden. Hierbei ist eine klare Kodierung (z.B. durch Funkdisziplin) entscheidend.
  3. Vertrauensbildung und Präsenz: Das Auftreten eines Sicherheitsmitarbeiters (Erscheinungsbild und Mimik) kommuniziert Professionalität und Sicherheit an Kunden und die Öffentlichkeit, noch bevor das erste Wort gesprochen wird.
  4. Erfolgreiche Führung: Effektive Kommunikation bildet das Fundament für erfolgreiche Führung, da sie die Basis für Vertrauen, klare Zielsetzungen und eine reibungslose Zusammenarbeit innerhalb von Teams schafft.
Grundlagen und Wesen der Kommunikation

Kommunikation umfasst weit mehr als den bloßen Austausch von Fakten. Sie ist die Übermittlung und Mitteilung von Informationen, bei der Bedeutungsinhalte übertragen und ausgetauscht werden. Dieser Prozess dient nicht nur dem Zweck, Wissen zu teilen, sondern zielt auch auf die gegenseitige Verständigung ab. Durch diesen Austausch wird eine soziale Einheit gebildet, die es Menschen ermöglicht, sich zu koordinieren und Bindungen einzugehen.

Die drei Ebenen des Ausdrucks

Die Art und Weise, wie wir kommunizieren, lässt sich in drei wesentliche Bereiche unterteilen. Die verbale Kommunikation erfolgt in Worten und umfasst sowohl das gesprochene als auch das geschriebene Wort. Davon abzugrenzen ist die non-verbale Ebene, die ganz ohne Worte funktioniert. Hier spielen die Mimik, die Körperhaltung, das Aussehen sowie geistige Aspekte eine entscheidende Rolle. Eine vermittelnde Position nimmt die para-verbale Kommunikation ein. Sie bezieht sich auf das Sprechen an sich, also darauf, wie etwas gesagt wird. Dazu zählen die Stimmlage, die Artikulation, die Lautstärke und das Sprechtempo.

Das Sender-Empfänger-Modell

Ein zentraler Ansatz zur Erklärung von Kommunikationsabläufen ist das Modell von Sender und Empfänger. Der Prozess beginnt beim Sender, der eine Information abgibt. Damit diese übermittelt werden kann, erfolgt eine Kodierung der Nachricht. Die Information gelangt dann über einen Informationskanal oder eine Verbindung zum Gegenüber. In diesem Kanal wird die Nachricht oft in Form von verschlüsselten Zeichen transportiert. Der Empfänger übernimmt schließlich die Information und führt eine Dekodierung durch, um den Inhalt zu erschließen.
Einflussfaktoren und Störungen im Prozess

Der Weg der Nachricht vom Sender zum Empfänger ist jedoch nicht immer frei von Hindernissen. Während der Übermittlung im Informationskanal können verschiedene Störungen auftreten, die von außen oder innen auf die Verbindung einwirken. Diese Störeinflüsse können dazu führen, dass die Nachricht beim Empfänger anders ankommt oder interpretiert wird, als es vom Sender ursprünglich beabsichtigt war. Ein Bewusstsein für diese Dynamik ist entscheidend, um die Qualität der Verständigung sicherzustellen.

Die erfolgreiche Kommunikation setzt voraus, dass es während der Informationsvermittlung zu keinen Störungen kommt (>>>hier mehr lernen>>>) sowie Empfänger und Sender die jeweiligen Signale gleich deuten, indem die beispielsweise dieselbe Sprache sprechen. 

Ein weiteres Model zur Erklärung der Kommunikation ist das Vier-Ohren-Model der Kommunikation (>>>hier mehr lernen>>>). Es besagt, dass die Deutung der Nachricht aufseiten des Empfängers mehrdimensional ausfällt und daher auch die Kommunikation beeinträchtigen kann. 

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