Sobald die Gruppe neu zusammengesetzt ist, beginnt diese sich
zu organisieren und zu strukturieren. Die Gruppen unterliegen der Gruppendynamik,
indem die wechselseitigen Einflüsse und Beziehungen zwischen den Mitgliedern
immer sich umgestalten und verändern. In dieser Entwicklung durchläuft die
Gruppe bestimmte Phasen.
Das Modell der Gruppendynamik beschreibt den Prozess, wie aus einer Ansammlung von Einzelpersonen ein funktionierendes Team wird. Dieser Weg verläuft typischerweise in vier aufeinanderfolgenden Phasen, die jeweils spezifische Anforderungen an die Mitglieder und die Führung stellen.
In der ersten Phase, der Orientierung, begegnen sich die Teilnehmer oft noch mit Zurückhaltung. Es findet ein gegenseitiges Kennenlernen statt, bei dem einzelne Personen bereits versuchen, ihre Position zu finden und sich zu profilieren. Die Führung hat hier die Aufgabe, den Austausch zu fördern, bei Unsicherheiten Sicherheit zu geben und klare Ziele sowie Erwartungen zu definieren.
Darauf folgt die Konfliktphase. Hier rücken Machtkämpfe und die Verteilung von Rollen in den Vordergrund. Es werden Grenzen gesetzt und Regeln aufgestellt, was oft zu Reibungen führt. In dieser Zeit ist es für die Leitung wichtig, die Hintergründe der Konflikte zu klären, die Konsensbildung zu unterstützen und die Gruppe dabei zu begleiten, eigene Regeln zu erarbeiten.
Sobald die Unstimmigkeiten beigelegt sind, geht die Gruppe in die Organisationsphase über. Ein Wir-Gefühl entsteht und Verhaltensnormen festigen sich. Der Informationsaustausch wird intensiver, während die Rollen innerhalb des Teams feststehen. Die Führung konzentriert sich nun darauf, die Arbeitsweisen auf ihre Sinnhaftigkeit zu prüfen, Fortschritte zu bestätigen und die Mitglieder zu motivieren.
Die vierte Stufe ist die Arbeitsphase. Das Team arbeitet nun aufgabenbezogen zusammen und unterstützt sich gegenseitig. Ein funktionaler Wettbewerb treibt die Leistung voran. Die Aufgabe der Führung wandelt sich in dieser Phase zur Koordination und Unterstützung, wobei Freiräume gewährt und Erfolge durch Rückmeldungen gewürdigt werden.
Man spricht oft von der fünften Phase: Wenn der Arbeitsauftrag erledigt ist oder der Grund für die Gruppe existiert nicht mehr, löst die Gruppe sich auf (Adjourning).
Die Gruppendynamik kann sich neu zeigen, wenn in eine bereits bestehende Gruppe ein neues Mitglied hinzukommt. Dann der Entwicklungsprozess beginnt von vorn (Kennenlernen, Profilieren), das neue Mitglied kann versuchen, neue Normen einzubringen oder die Gruppe kann ihn ablehnen, dadurch kann erneut zum Konkurrenzkampf kommen.
Hindernisse in der Zusammenarbeit
Trotz dieses strukturierten Prozesses können verschiedene Faktoren die Gruppenarbeit erschweren. Ein wesentliches Problem stellt das Ausbleiben eines Gemeinschaftsgefühls dar. Dies kann durch die Dominanz eines einzelnen Mitglieds oder durch eine ausgeprägte Profilierungssucht und Konkurrenzdenken verstärkt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass sich einzelne Personen im Team verstecken und keinen aktiven Beitrag leisten, was die Gesamteffektivität der Gruppe mindert
Trotz dieses strukturierten Prozesses können verschiedene Faktoren die Gruppenarbeit erschweren. Ein wesentliches Problem stellt das Ausbleiben eines Gemeinschaftsgefühls dar. Dies kann durch die Dominanz eines einzelnen Mitglieds oder durch eine ausgeprägte Profilierungssucht und Konkurrenzdenken verstärkt werden. Zudem besteht die Gefahr, dass sich einzelne Personen im Team verstecken und keinen aktiven Beitrag leisten, was die Gesamteffektivität der Gruppe mindert

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