28 April 2024

Zusammenarbeit im Betrieb: Sozialverhalten und Selbstwertgefühl

Führungskraft muss beachten, dass die Wertschätzung durch andere Personen eine große Rolle für die persönliche Entwicklung und für das Sozialverhalten spielt.


Das subjektive Gefühl über den eigenen Wert unterliegt (wie die Persönlichkeitsentwicklung) verschiedenen inneren und äußeren Faktoren und kann stark das Sozialverhalten eines Mitarbeiters sowie seine Arbeitsleistung beeinflussen. Führungskraft muss diese Faktoren kennen können, um seine Mitarbeiter zu unterstützen. Dazu gehören: Wertschätzung, Erfolgserlebnisse, soziale Anerkennung und Zuneigung, eigene Kompetenzen.

Alle Menschen streben nach der Stärkung des Selbstwertgefühls und versuchen zu vermeiden, dass es negativ beeinflusst wird. Wenn das Selbstwertgefühl des Menschen angegriffen wird, greift er (oft unbewusst) zu Abwehrmechanismen.

Im Betrieb zeigt sich ein schwaches Selbstwertgefühl oft durch bestimmte Verhaltensmuster, die in deiner Folie aufgeführt sind:

  • Abhängigkeit: Man macht das eigene Wohlbefinden stark von der Meinung anderer abhängig.
  • Selbstdarstellung: Eigene Erfolge werden dauernd betont, um Bestätigung von außen zu suchen.
  • Fixierung: Man konzentriert sich nur noch auf Bereiche, in denen man sich sicher fühlt und Erfolg garantiert ist.

Wenn das Selbstwertgefühl eines Mitarbeiters im Arbeitsumfeld beeinträchtigt ist, greift die Psyche oft auf verschiedene Schutzstrategien zurück. Eine häufige Reaktion ist der Ausgleich (oder die Kompensation). Hierbei verschiebt der Mitarbeiter seine Prioritäten weg von der Arbeit hin zu anderen Lebensbereichen, wie etwa einem Verein oder einem Hobby, um dort die fehlende Anerkennung zu finden.

Ein anderer Mechanismus ist die Flucht (auch Konversion genannt). Dabei wird Frust oft unbewusst in körperliche Beschwerden (Flucht in die Krankheit) oder in Tagträumereien und Fantasien umgewandelt. Wenn der Druck zu groß wird, kann es auch zur Kapitulation (Resignation)
 kommen. In diesem Zustand gibt der Mitarbeiter innerlich auf, was sich oft in einer „innerlichen Kündigung“ äußert. Schließlich kann sich der mangelnde Selbstwert auch durch Aggression entladen. Dabei richten sich negative Emotionen verbal oder physisch gegen Kollegen, Vorgesetzte oder sogar gegen die eigene Person.

Führungskraft kann das Selbstwertgefühl seiner Mitarbeiter stärken z.B. durch:
- Aufmerksamkeit und Bestätigung vermitteln
- Selbständigkeit fördern
- Wertschätzung und Anerkennung aussprechen sowie bei guter als auch bei außerordentlicher Leistung
- Sinnhaftigkeit der Aufgabe und Leistung darstellen
- Kommunikationsbereitschaft zeigen und offen ins Gespräch gehen
- Erfolgserlebnisse im Alltag ermöglichen
- Bei Problemlösungen unterstützen
- Durch konstruktive Gespräche Sicherheit vermitteln
- Kritikpunkte auf der sachlichen Ebene ansprechen
- Respektvoll und fair umgehen
- Bedürfnisse erkennen und die Befriedigung ermöglichen

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