Den Prozess der professionellen Beurteilung erfordert eine strukturierte Vorgehensweise, um objektive und konstruktive Ergebnisse zu erzielen. Der Prozess gliedert sich in verschiedene Phasen, die von der ersten Wahrnehmung bis zur gemeinsamen Auswertung reichen.
Der Prozess beginnt mit der Beobachtung. Hierbei ist es entscheidend, möglichst viele Einzelbeobachtungen zu sammeln. Dies sollte in unterschiedlichen Situationen und bei wechselnden Anforderungen geschehen, um ein umfassendes Bild zu erhalten. Zudem ist es wichtig, die Beobachtungen zu verschiedenen Zeitpunkten durchzuführen und sich dabei an vorgegebenen Merkmalen zu orientieren, um eine willkürliche Datenerhebung zu vermeiden.
An die Beobachtung schließt sich die Beschreibung an. In dieser Phase geht es darum, die gesammelten Eindrücke möglichst wertfrei wiederzugeben. Die Beobachtungen werden systematisiert und anhand eines festgelegten Beurteilungsschemas geordnet. Ein wesentlicher Bestandteil ist hierbei die Dokumentation wörtlicher Äußerungen, da diese konkrete Belege für das Verhalten liefern und die Sachlichkeit unterstützen.
Im nächsten Schritt erfolgt das Bewerten und Beurteilen. Dabei werden messbare Leistungen anhand eines objektiven Vergleichsmaßstabes eingeordnet. Gleichzeitig findet eine Beurteilung der nicht direkt messbaren Beobachtungen statt. Eine besondere Herausforderung liegt darin, diesen Schritt ohne Interpretationen, Generalisierungen oder typische Beurteilungsfehler durchzuführen, um die Validität des Ergebnisses zu gewährleisten.
Der abschließende Teil des Prozesses umfasst das Besprechen und Auswerten. Dies findet idealerweise in Form eines Zweier-Beurteilungsgesprächs statt, das als Dialog geführt wird. Ziel dieses Austausches ist es, gemeinsam das weitere Vorgehen festzulegen und die erforderlichen Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung zu bestimmen.
Um eine solche Beurteilung fundiert durchzuführen, werden verschiedene Kriterien herangezogen. Ein Bereich ist der Arbeitsstil, der Aspekte wie das Arbeitstempo, die Belastbarkeit, die Einsatzbereitschaft und die allgemeine Arbeitsgüte umfasst. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Fachkönnen, also den spezifischen Fachkenntnissen und Fertigkeiten. Auch geistige Fähigkeiten wie Selbstständigkeit, Kreativität und Auffassungsgabe spielen eine zentrale Rolle. Darüber hinaus wird die Zusammenarbeit bewertet, wobei insbesondere das Kontaktvermögen und die Umgangsformen von Bedeutung sind. Bei entsprechenden Positionen werden zudem Führungsqualitäten wie Entscheidungsfähigkeit und Delegationsvermögen in die Beurteilung einbezogen.
Bei der Beurteilung muss der Vorgesetzte seine eigenen regelmäßigen Beobachtungen bzw. gesicherte Feststellungen machen und Vorurteile vermeiden (>>>hier mehr lernen>>>).
Die Beurteilung muss schriftlich erfolgen, durch den zuständigen Vorgesetzten oder unter seiner aktiven Beteiligung durchgeführt und mit dem Mitarbeiter besprochen werden (>>>hier mehr lernen>>>).

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen
Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.