28 April 2024

Zusammenarbeit im Betrieb: Konflikt

Das Verständnis von Konfliktursachen und deren frühzeitigen Symptomen ist für Führungskräfte essenziell, um die Zusammenarbeit im Team stabil zu halten und die Leistungsfähigkeit der Organisation langfristig zu sichern.


Da im beruflichen Alltag die unterschiedlichsten Menschen aufeinandertreffen, lassen sich Konflikte nie gänzlich vermeiden. Interpersonelle Konflikt liegt vor, wenn unterschiedliche Verhaltensweisen, Meinungen oder Ziele aufeinanderprallen.

Die Konflikte brechen nicht plötzlich aus, sondern können schon im Vorfeld durch verschiedene Signale erkannt werden.

Ursachen im Bereich der Führungsverantwortung

Häufig liegen die Wurzeln von Spannungen in der Art und Weise, wie Führung gelebt wird. Ein zentraler Punkt ist das Empfinden von Ungerechtigkeit bei der Behandlung von Teammitgliedern, was schnell zu Unmut führt. Wenn zudem konstruktive Kritik ausbleibt, fehlt den Beschäftigten die Orientierung für ihre Weiterentwicklung. Auch Defizite in der Gruppendynamik, wie kommunikative Barrieren oder ein genereller Mangel an Austausch unter den Mitarbeitenden, begünstigen Missverständnisse. Konflikte entstehen zudem dann, wenn Einzelne ihre zugewiesenen Rollen nicht korrekt wahrnehmen oder ausfüllen, was das gesamte Gefüge belastet.

Einfluss persönlicher Faktoren auf das Konfliktpotenzial

Neben strukturellen Aspekten spielen individuelle psychologische Faktoren eine wesentliche Rolle. Wenn Mitarbeitende ausschließlich ihre persönlichen Ziele verfolgen, gerät das gemeinschaftliche Vorhaben aus dem Blick. Emotionale Zustände wie Misstrauen, Neid oder tief sitzende Vorurteile schaffen eine Atmosphäre, in der Meinungsverschiedenheiten eskalieren können. Oft prallen unvereinbare Ansichten oder Persönlichkeitsmerkmale direkt aufeinander. Zudem führen Versuche, eigene Schwächen zu verbergen, sowie die Angst vor Gesichtsverlust zu defensiven Verhaltensweisen. Eine Dominanz sehr starker Gruppenmitglieder kann schwächere Personen zusätzlich unter Druck setzen und so Spannungen verschärfen.

Strukturelle Rahmenbedingungen als Konflikttreiber

Hintergründe für Reibungen finden sich oft in der Organisation selbst. Unklarheiten bei Zuständigkeiten führen zwangsläufig zu Auseinandersetzungen über Kompetenzbereiche. Wenn Belohnungssysteme als ungerecht empfunden werden, sinkt die Motivation und das Konkurrenzdenken steigt. Besonders kritisch ist der Wettbewerb um knappe Ressourcen, da dieser die Teammitglieder gegeneinander aufbringt. Solche Rahmenbedingungen fördern häufig die Bildung von Cliquen und lösen interne Machtkämpfe aus, die das Betriebsklima nachhaltig stören können.

Typische Signale für schwelende Konflikte

Um rechtzeitig einschreiten zu können, müssen Anzeichen für Konflikte frühzeitig erkannt werden. Ein deutliches Signal sind Störungen in der Kommunikation, die sich durch erhöhte Reizbarkeit oder das Ausbleiben von Feedback äußern. Auch offener oder verdeckter Widerstand, etwa durch ständiges Widersprechen oder Trotzreaktionen, deutet auf tieferliegende Probleme hin. Desinteresse, erkennbar an Mutlosigkeit und Niedergeschlagenheit, ist ebenso ein Warnzeichen wie Fluchttendenzen, die sich in steigenden Fehlzeiten oder Unpünktlichkeit zeigen. Im fortgeschrittenen Stadium äußern sich Konflikte schließlich durch offene Feindseligkeit, aggressive Kommunikation oder gezielte Intrigen.

Die Führungskraft muss die Konfliktsituationen konstruktiv sehen (>>>hier mehr lernen>>>), um diese zum Vorteil des Teams bewältigen zu können (>>>hier mehr lernen>>>).

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.