Lebens- und Berufserfahrungen beeinflussen auch das Sozialverhalten von Mitarbeitenden. Daher ist es wichtig die Umstände zu kennen, um die Bewegungsgründe des daraus resultierenden Verhaltens von Mitarbeitern richtig zu verstehen.
- Wie reagieren Menschen in bestimmten Situationen?
- Warum reagieren sie unterschiedlich?
- Wie lässt sich dieses Verhalten beeinflussen?
Damit Zusammenleben sowie Zusammenarbeit funktioniert, müssen alle Beteiligten die "Spielregeln" kennen. Diesen Lernprozess nennt man Sozialisation. Diese stellt das "Hineinwachsen" in Wertesysteme und die Übernahme von Regeln. Dieser Prozess findet auf zwei Wegen statt:
- Bewusst: Gezieltes Lernen durch Erziehung oder Lehrer.
- Unbewusst: Ungeplant durch Medien oder den täglichen Kontakt mit anderen.
Der Prozess der Sozialisation im Lebenslauf lässt sich in drei aufeinanderfolgende Phasen unterteilen, die jeweils unterschiedliche Schwerpunkte in der Entwicklung eines Menschen setzen:
- Die primäre Sozialisation: Diese Phase beginnt mit der Geburt und reicht ungefähr bis zum Schuleintritt. In dieser Zeit findet die grundlegende Prägung statt, bei der Kinder die ersten Werte, Normen und Verhaltensweisen erlernen. Dies geschieht meist im engsten Familienkreis.
- Die sekundäre Sozialisation: Sie findet während der Schulzeit statt. Hier steht die Entwicklung der Persönlichkeit im Vordergrund. Durch neue Erlebnisse und Erfahrungen außerhalb der Familie – etwa durch Gleichaltrige oder Lehrer – festigt und erweitert der Mensch sein soziales Profil.
- Die tertiäre Sozialisation: Diese Phase umfasst das gesamte Erwachsenenalter. Sie findet vor allem am Arbeitsplatz, im Freundeskreis oder innerhalb der neu gegründeten eigenen Familie statt. Hier geht es darum, sich an spezifische Rollen und Erwartungen im Berufs- und Privatleben anzupassen.

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