26 April 2024

Betriebswirtschaft: Globalisierung und Internationalisierung

Globalisierung als Vernetzung der weltweiten Gesellschafts- und Wirtschaftsbereiche führt zur Öffnung und Verschmelzung der Märkte, zum Abbau der Handelsbeschränkungen, zur Erhöhung der Mobilität von Personen, Kapital und Wissen, zur Steigerung der Kooperation und des Wettbewerbs. Somit stellt die Globalisierung die national agierenden Unternehmen vor der Herausforderungen und treibt sie zu neuen internationalen (über die nationale Grenzen hinaus) Aktivitäten an.

Aus der Entscheidung, die Produktion in das Ausland zu verlagern, ergeben sich einige Problembereiche für das Unternehmen: So ist die Verlagerung ins Ausland mit den hohen Kosten verbunden und Unternehmensimage im Inland kann negativ beeinflusst werden.


In der modernen Wirtschaftswelt sind die Begriffe Internationalisierung und Globalisierung von zentraler Bedeutung, da sie die Art und Weise beschreiben, wie Unternehmen über ihre heimischen Märkte hinauswachsen. Während die Internationalisierung primär die geografische Ausdehnung wirtschaftlicher Aktivitäten über die nationalen Grenzen hinweg beschreibt, zielt die Globalisierung auf eine weltweite Ausweitung der Kooperationen und die tiefe Vernetzung unternehmerischer Tätigkeiten ab. Dieser Prozess bringt sowohl neue Chancen als auch komplexe Herausforderungen mit sich, die alle Bereiche eines Unternehmens betreffen.

Betriebswirtschaftliche Herausforderungen im grenzüberschreitenden Handel

Der Schritt auf ausländische Märkte führt zwangsläufig zu einem höheren Arbeitsaufwand in der Disposition und bei der Erstellung von Verträgen. Die administrativen Abläufe werden komplexer, da rechtliche Rahmenbedingungen variieren und Geschäftsprozesse neu strukturiert werden müssen. Zudem verlangen Kunden im Ausland oft nach spezifischen Anpassungen der Produkte. Um diesen geänderten Kundenwünschen gerecht zu werden, ist eine Erweiterung der Produktpalette sowie eine flexible Reaktion der Entwicklungsabteilungen erforderlich.

Anpassung von Management und Produktion

Ein wesentlicher Aspekt bei der Tätigkeit im Ausland ist die Beachtung lokaler Vorschriften und Anforderungen. Diese machen oft eine grundlegende Umstellung der Produktionsprozesse und des Managements notwendig. Eine besondere Schwierigkeit besteht darin, die gewohnten Qualitätsstandards auch dann einzuhalten, wenn ausländische Produktionsmitarbeiter unter Verwendung anderer Materialien arbeiten. Hier müssen Kontrollmechanismen etabliert werden, die eine gleichbleibende Güte der Waren sicherstellen.

Kulturelle Einflüsse und personelle Qualifikation

Unterschiedliche gesellschaftliche und kulturelle Werte im Ausland erfordern eine kritische Überprüfung der bisherigen Unternehmensziele und Unternehmensleitlinien. Damit die Zusammenarbeit reibungslos funktioniert, sind Schulungen der Mitarbeiter in den Bereichen Sprache und Kultur unerlässlich. Da die Anforderungen an die Belegschaft steigen, wächst der Bedarf an hoch qualifizierten Fachkräften, was wiederum zu erhöhten Personalkosten führt.

Markterweiterung und Wettbewerbsdynamik

Trotz der Hürden bietet die Ausweitung der Geschäftstätigkeit erhebliche Vorteile. Durch die Erschließung neuer Beschaffungsmärkte können Kostenvorteile realisiert werden, während die Erweiterung der Absatzmärkte zu einer Steigerung des Umsatzes beiträgt. Gleichzeitig sorgt der verstärkte Wettbewerb auf internationaler Ebene für eine Beschleunigung von Innovationen, da Unternehmen gezwungen sind, sich durch neue Ideen und effizientere Lösungen am Weltmarkt zu behaupten.

Globalisierung steigt der Wettbewerbsdruck

Im Zuge der Globalisierung steigt der Wettbewerbsdruck auf exportabhängige Unternehmen. Um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen die Unternehmen bestimmte Maßnahmen umsetzen, wie zum Beispiel:
■ Steigerung der Produktivität durch Automatisierung im Fertigungsbereich, um die Stückkosten zu senken.
■ Spezialisierung auf hoch qualitativen Produkten, um die Kundenbindung zu stärken und einer höhere Preisbereitschaft beim Käufer zu erreichen.
■ Erschließung neuer Märkte durch strategische Partnerarbeit mit Unternehmen, die bereits auf den Märkten erfolgreich agieren.
■ Kooperationen mit Zulieferern und Wettbewerbern, um die Synergieeffekte
in der Forschung und Entwicklung zu erzielen.
■ Produktionsverlagerung ins Ausland, um Kostensenkungspotenziale auszuschöpfen.
■ Schaffung zusätzlicher Produktionsstätten im Ausland, um mehr Kundennähe zu erreichen und Logistikkosten einzusparen.

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